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Umzug vollzogen

Wie geplant ist der AGV zum Jahresende 2012 von der Etage in der Schüruferstraße in die Friedhofskapelle umgezogen. Hier sind die Arbeiten zur Sanierung des historischen Baudenkmals vollständig abgeschlossen. Allerdings sind noch kleinere Restarbeiten in den neuen Räumen für Büro, Magazine und Bibliothek zu erledigen. Solange sind die Möbel und Sammlungen in dem großen Kapellenraum untergebracht. Die ersten öffentlichen Veranstaltungen in der Kapelle begannen im April.

Einen umfassenden Bericht über das Projekt und viele Fotos finden Sie in den Geschichtsblättern des AGV, Ausgabe 19 vom Dezember 2013.

Renovierung des Kapellenraums

Alle Innenwände haben einen neuen Anstrich erhalten. Zuvor wurden die Decke, die von der partiellen Sanierung des Dachstuhls betroffen war, sorgfältig wiederhergestellt. Das waUmzug vollzogenWie geplant ist der AGV zum Jahresende 2012 von der Etagein der Schüruferstraße in die Friedhofskapelle umgezogen. Hier sind die Arbeiten zur Sanierung des historischen Baudenkmals vollständig abgeschlossen. Allerdings sind noch kleinere Restarbeiten in den neuen Räuen für Büro, Magazine und Bibliothek zu erledigen. Solange sind die Möbel und Sammlungen in dem großen Kapellenraum untergebracht. Die ersten öffentlichen Veranstaltungen in der Kapelle begannen im April.

Einen umfassenden Bericht über das Projekt und viele Fotos finden Sie in den Geschichtsblättern des AGV, Ausgabe 19 vom Dezember 2013.

Wandheizung schützt die Bausubstanz

Der Querbau der Friedhofskapelle, der vom AGV genutzt werden wird, war bisher nicht beheizbar. Hier musste ein neues Heizsystem installiert werden. Wir haben uns für eine Wandheizung entschieden, bei der die Heizrohre unter Putz auf die Wände gelegt werden. Dieses Verfahren ist zwar besonders aufwändig, hat aber den Vorteil, dass die Wände selbst erwärmt werden und somit wesentlich besser vor Feuchtigkeit geschützt sind. Durch ein Gutachten wurde genau ermittelt, wieviel Wandfläche beheizt werden muss, um den gewünschten Wärmeeffekt in den Räumen zu erzielen.

Außerdem wurde der Querbau mit einer neuen Elektroinstallation ausgestattet, ausgerichtet an der zukünftigen Verwendung der Räume als Büro und Archiv.

Dachstuhlsanierung abgeschlossen

Die Sanierung des Dachstuhls ist vollständig abgeschlossen. Besonders wichtig ist es, dass die sonnigen Tage Mitte/Ende Oktober dazu genutzt werden konnten, das Dach neu einzudecken. Dafür haben wir auf Anweisung der Denkmalbehörde einen roten Doppelmuldenziegel genommen. Somit sind die Bekämpfung des Hausschwamms und die Beseitigung der dadurch entstandenen Schäden, die seinerzeit zur Schließung der Kapelle geführt hatten, geschafft.

Restaurierung der farbigen Fenster

Für den Charakter der Friedhofskapelle prägend ist die farbige Bleiverglasung. Sie ist sehr qualitätvoll, mit vielen handgemalten Elementen, und vom Niveau her durchaus mit den Fenstern des großen Sitzungssaals im Amtshaus Aplerbeck vergleichbar.
 
Leider sind die Fenster der Kapelle in den letzten Jahren stark beschädigt worden. Bie der Sanierung legt der AGV aber gerade auf diesen Aspekt großen Wert. So ist die Restaurierung der Originalscheiben des Querbaus und der Saktistei bereits in Auftrag gegeben worden. Die Arbeiten werden von der Firma Glas und Rahmen, Dirk Hanné, durchgeführt. Damit der Querbau sinnvoll beheizt werden kann, müssen die Scheiben in eine Isolierverglasung eingebaut werden.

Aus dem großen Hallenraum hat Herr Hanné vor Jahren im Auftrag der Stadt Dortmund einige beschädigte Scheiben ausgebaut (siehe Fotos). Deren Restaurierung wird jetzt in Angriff genommen. Einzelne völlig zerstörte Teile müssen rekonstruiert werden, teilweise in aufwändiger Handmalerei. Andere Scheiben befinden sich in der Kapelle noch an Ort und Stelle und können dort repariert werden.
 
Diese Maßnahmen wird der AGV zunächst nur soweit vorantreiben, wie dies finanziell machbar ist. Zweckgebundene Spenden nehmen wir natürlich sehr gern entgegen.

Spendenkonto:
Kontonr. 101003795 bei der Sparkasse Dortmund
(BLZ 44050199)

Damit die Fenster nach der Restaurierung dauerhaft geschützt sind, wird von außen eine Schutzverglasung davor gesetzt. Das teure Material dafür stellt die Firma Hecker Kunststofftechnik GmbH & Co. KG kostenlos zur Verfügung.

Erneuerung des Dachstuhls

Auf der Baustelle ist zur Zeit die Erneuerung des Dachstuhls an der Reihe. Beim Querbau sind die Dachsparren sehr stark durch den Hausschwamm geschädigt, besonders im Übergangsbereich zur Mauerkrone. Hier müssen die Hölzer gegen neue ausgetauscht werden. Um ein erneutes Aufkommen des Hausschwamms zu vermeiden, werden die Sparren nicht mehr direkt auf den Außenauern verankert, sondern auf zwischengeschaltete Stahlträger.
 
Auch am Dach des Kapellenraums sind Schwammschäden zu beseitigen, allerdings nur in der Nordostecke. Auf dem Foto sieht man eine Reihe neuer Sparren und im Hintergrund die Entfernung eines geschädigten Balkens.

Baubesichtigung am 9. September 2012

Am 9. September, dem Tag des offenen Denkmals, nutzten zahlreiche Besucher die Chance, sich ein Bild von den Sanierungsarbeiten zu machen und die Kapelle nach vielen Jahren wieder einmal zu betreten. Außerdem gab es eine kurze Führung zum nahegelegenen jüdischen Teil des Friedhofs.

Pressekonferenz am 8. August 2012

Am 8. August informierte der AGV die Projektpartner und die Presse über den Stand der Arbeiten. Der Fernsehbeitrag des WDR ist hier online abrufbar: "Verein rettet Friedhofskapelle" (02:30 min.)

AGV übernimmt und saniert die Friedhofskapelle an der Köln-Berliner Straße

Mit Datum vom 15. Juli haben wir einen unbefristeten Pachtvertrag mit der Stadt Dortmund abgeschlossen. Er sieht vor, dass der AGV das Gebäude denkmalgerecht saniert. Die Kosten dafür betragen 165.000 Euro. Weiterhin ist vereinbart, dass der AGV die Räume im Querbau, die nicht für Trauerfeiern genutzt werden, für seine Zwecke als Büro, Magazin, Bibliothek, Archiv etc. ausbaut. Dafür fallen weitere 37.000 Euro an.

Die Gesamtkosten betragen somit 202.000 Euro. Diese Summe hat der AGV aufgebracht; sie setzt sich aus fünfstelligen Beiträgen folgender Institutionen und Privatpersonen zusammen:

Die Arbeiten laufen auf vollen Touren. Um das Gebäude angemessen auszustatten und den langfristigen Betrieb zu gewährleisten, sind wir natürlich auf weitere Spenden und Zuschüsse angewiesen.

Der Erfolg geht hervor aus der Aktionsgruppe, die sich bereits 2009 auf Initiative des AGV und des Bezirksbürgermeisters Sascha Mader gebildet hatte. Teilnehmer dieser Gruppe sind Bezirksbürgermeister Mader und die Bezirksvertretung, die Stadtverwaltung, die Stricker Holding und der AGV.

Die Projektkoordination liegt in den Händen von Dipl.-Ing. Alexander Siegfried, Geschäftsführer der Stricker Projektgesellschaft GmbH & Co. KG. Die Familie Stricker, Enkel- bzw. Urenkelgeneration des Amtsbaumeisters Wilhelm Stricker, hat ihn gebeten, das Gesamtprojekt fachlich zu bearbeiten. Erst durch diesen Einsatz wurde die Idee der Sanierung überhaupt realistisch.

Um das Hauptproblem, den Schwammbefall, optimal anzugehen, haben wir den Sachverständigen für Holzschutz Joachim Wießner, Lastrup, beauftragt, der deutschlandweit schon viele vergleichbare Maßnahmen begleitet hat. Die Tragwerksplanung wird übernommen von Dipl.-Ing. Heinz-Günter Wieken, Dortmund.

Der AGV als Bauherr hat einen Bauausschuss gebildet aus den Vorstandsmitgliedern Manfred Bernhard, Georg Eggenstein, Martin Fischer und Gerhart Rohr. Der Pachtvertrag war von Wolfgang Penning ausgearbeitet worden.

Mit der Übernahme und Sanierung der Kapelle steht der AGV im Mittelpunkt eines Gemeinschaftsprojekts mit Politik, Stadtverwaltung, Wirtschaft und Bürgern, das eine außerordentliche Signalwirkung besitzt, und zwar zum Vorteil aller. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns bei der Stadtverwaltung, Stadtrat Martin Lürwer, den Friedhöfen Dortmund und der Denkmalbehörde für die konstruktive und zielorientierte Zusammenarbeit.